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Länge: 87 Min.

Untertitel: Nicht Verfügbar

Folge: 930

Erstaustrahlung: 04.01.2015

Sender: ORF

Deckname Kidon

I.Aus dem obersten Stock eines Hotels nahe der Wiener Oper stürzt einGast auf das Dach eines Taxis. Er ist tot. Selbstmord oder Mord? Beidem Toten handelt es sich um den iranischen Diplomaten undAtomphysiker Dr. Bansari. Sofort schalten sich die iranischeBotschaft und das österreichische Außenministerium ein. Beide sind umstrengste Geheimhaltung bemüht. Doch das Ermittlerteam Moritz Eisner und Bibi Fellner unter derLeitung von Sektionschef Ernst Rauter lassen sichnicht abhalten, ihre Erhebungen weiter voranzutreiben. Dabei stoßensie auf Geschäftsverbindungen, die der Lobbyist Johannes LeopoldTrachtenfels für eine niederösterreichischeHightech-Firma betreibt. Sie stellt Pumpen und Ventile her, diemöglicherweise für Atomreaktoren verwendet werden könnten. Soeben istein großes Geschäft abgeschlossen worden, und die Ware soll überDrittländer auf den Weg in den Iran gehen. Das zumindest könnte derisraelische Geheimdienst Mossad vermuten, der in Verdacht gerät,seine Hände beim Tod Dr. Bansaris im Spiel gehabt und eineKillertruppe nach Wien gesandt zu haben.II.Ein Mann in Smoking und Lackschuhen stürzt aus einem Fenster im sechsten Stock eines Wiener Luxushotels direkt auf das Dach eines Taxis - er ist sofort tot. Es handelt sich um den iranischen Diplomaten und Atomphysiker Dr. Ali Reza Bansari. Sofort schalten sich seine Botschaft und das österreichische Außenministerium ein, die beide um strengste Geheimhaltung bemüht sind. Doch Moritz Eisner und seine Partnerin Bibi Fellner lassen sich trotz aller Versuche, ihre Arbeit zu behindern, nicht abschrecken. Sie wollen unbedingt die Wahrheit herausfinden. Vieles spricht schon bald dafür, dass es kein Selbstmord war. Denn es fehlt ein Abschiedsbrief, das Handy ist an ein Ladekabel angeschlossen und für die Matinee an diesem Tag hatte der Hotelgast zwei Opernkarten bestellt. Eine erste Spur führt zu einer unbekannten Frau, die sich im Zimmer Bansaris auf dem Telefon-Anrufbeantworter gemeldet hatte. Von seinem Vorgesetzten Ernst Rauter wird Eisner über die Hintergründe aufgeklärt. Dr. Bansari leitete als einer der führenden Köpfe des iranischen Atomprogramms das Beschaffungsnetzwerk, mit dem Sanktionen unterlaufen werden sollten. Doch der Sektionschef erkennt keinen Hinweis auf ein Fremdverschulden und erklärt seinem Chefinspektor eindeutig:,,Wegen deinem Bauchgefühl kann ich keine diplomatische Krise ersten Ranges riskieren und dann zuschauen, wie mein eigener Kopf die Treppen runter poltert."Bibi Fellner sieht die Situation zunächst mit einer gehörigen Prise schwarzen Humors: ,,Wir zwei mitten in einem Agentenkrieg?" und ihr Partner spielt mit: ,,Bibi und Moritz Bond". Beide sind überrascht, als sich die geheimnisvolle Anruferin aus dem Hotel bei Moritz Eisner über das Telefon in seinem Auto meldet und um ein Treffen bittet. Wo sie dann an der Hotelbar erfahren, dass diese Sara Gilani eine Beziehung mit dem verheirateten Dr. Bansari hatte und mit ihm an diesem Tag zu einem Opernbesuch verabredet war. Als plötzlich vor ihnen ein Mann zusammenbricht, fordert Sara Gilani energisch Eisners Handy, um die Rettungsstelle anzurufen. Doch Bibi Fellner traut der hilfsbereiten, attraktiven Zeugin nicht, die bei ihrer Erzählung den Tränen nahe ist: ,,Ich glaube dieser Frau kein Wort". Einen möglichen Hinweis auf einen Mord findet die Gerichtsmedizinerin Dr. Veronika Resnik bei der Untersuchung der Leiche - zwei punktförmige Rötungen im Brustbereich, die auf den Einsatz eines Elektroschockers deuten könnten. Bei der Auswertung der Aufnahmen aus den Überwachungskameras des Hotels erkennt Moritz Eisner den umtriebigen Graf Johannes Leopold Trachtenfels-Lissé mit dem Hutkarton unter dem Arm, der in Bansaris Zimmer gefunden wurde. Bei diesem blendend vernetzten Lobbyisten beißt die Polizei jedoch auf Granit. Der Graf gibt sofort zu, dass er Dr. Bansari kannte und mit ihm einen ganzen Tag lang geschäftlich unterwegs war. Über welch ausgezeichnete Verbindungen der Schlossherr verfügt bekommt Moritz Eisner zu spüren, als er auf der Rückfahrt wie zufällig in eine Verkehrskontrolle gerät. Die zu einer für ihn sehr unangenehmen Anzeige führt. Was ihn erheblich belastet, denn er muss sich bei allem beruflichen Stress ja auch intensiv um seine Tochter Claudia kümmern, die nach ihrem schweren Autounfall immer noch im Rollstuhl sitzt. Mit einem technischen Trick findet der Computer-Experte der Polizei Nemetz heraus, wo der geschäftstüchtige Trachtenfels-Lissé und Dr. Bansari sich in einem offenen Zeitfenster von drei Stunden aufgehalten haben - bei einer Hightech-Firma in Niederösterreich, die Pumpen und Ventile herstellt, die auch für Atomreaktoren verwendet werden könnten. Ist dies der Schlüssel zu diesem undurchsichtigen Fall, dass möglicherweise von Wien auf Umwegen eine gefährliche Fracht in den Iran geschmuggelt werden sollte, um das strenge Embargo zu durchbrechen? Hat das vielleicht ausländische Nachrichtendienste oder sogar den israelischen Geheimdienst Mossad auf den Plan gerufen? Wie ein Blitz schlägt die Entdeckung ein, dass der Grund für die ständig störenden Geräusche und das schnelle Entladen des Akkus bei Eisners Handy ein von Unbekannten installierter Trojaner ist. Durch den alle Gespräche mitgehört werden konnten. Also war jemand genauestens über jeden seiner Schritte informiert. Und Moritz Eisner erhält wenig später eine Mail ,,von einem Freund" mit einem Dossier über ein Unternehmen im indonesischen Djakarta, das im Verdacht steht, als Zwischenhändler für diesen offensichtlich geplanten Transfer in den Iran zu agieren. Wer will da aus dem Schatten heraus helfen, dieses offensichtlich hochexplosive Geschäft zu verhindern und ist es überhaupt noch zu stoppen?Die Festnahme von Trachtenfels-Lissé endet vor Gericht damit, dass er gegen Kaution auf freien Fuß kommt. Beim Wegfahren schleudert der Graf Eisner aus dem Autofenster heraus triumphierend ins Gesicht: ,,Sie können nicht gewinnen. Wir haben das Geld und die Beziehungen..." Wenig später fallen Schüsse - ein Attentat, das sich fast direkt vor den Augen der beiden Ermittler abspielt...


Arbeitstitel: Bajonett, Drehscheibe
Drehort: Wien, Ernstbrunn/Niederösterreich
Produktionsfirma: Cult Filmprodutktion
Bildformat: 16:9
Quote: 8.44 Mio. / 22.80%
Drehtermin: -

Besetzung

Rolle Darsteller
Sonderermittler Moritz EisnerHarald Krassnitzer
Major Bibi FellnerAdele Neuhauser
Claudia EisnerTanja Raunig
Ernst RauterHubert Kramar
Kriminaltechniker SlavikStefan Puntigam
Dr. Veronika TresnikEva Billisich
Graf Johannes Leopold Trachtenfels-LisséUdo Samel
Sara GilaniAngela Gregovic
Michael EderWolfram Berger
NemetzArno Frisch

Stab

Rolle Darsteller
AufnahmeleitungPeter Muhr
AußenrequisiteAndreas Sobotka
BaubühneWerner Stefansich
Besetzung/CastingEva Roth
Digital Imaging TechnicianMatthias Mitter
Erster AufnahmeleiterDaniel MJ Krause
GarderobeMarion Grädler
InnenrequisiteGerhard Krummeich
KameraJo Molitoris
KameraassistenzRobin Perner
KamerabühneChris Reichel
KostümbildassistenzSabine Waszmer
Kostüme/KostümbildErika Navas
Maske/MaskenbildnerBirgit Hirscher
MischungManfred Folie
Musik/FilmkompositionenLothar Scherpe
OberbeleuchterRobert Mladenovic
ProduktionsfahrerMichael Meisterhofer
ProduktionskoordinationHenrike Grausgruber
ProduktionsleitungRobert Opratko
ProduzentKonstantin Seitz
RegieassistenzJulie Kubbillun
RequisiteErik Zenzius
SchnittFrank Soiron
SchnittassistenzIngrid Edtmeier-Winkler
ScriptRose Hackl
StandfotografiePetro Domenigg
SteadicamChristoph Reichel
Stunt KoordinationTissi Brandhofer
SzenenbildIsidor Wimmer
Ton/FilmtonassistenzJoachim Johannes Baumann
Ton/FilmtonmeisterTorsten Heinemann

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